SEO

Search Generative AI Performance Reports: KI-Daten in der Search Console

David Erdmann / 3. Juni 2026

Comicartige Illustration zum Thema „Generative AI Performance Reports in der Google Search Console“ von SMART LEMON: Eine große Zitrone mit Sonnenbrille steht zwischen mehreren freundlichen Robotern vor einem Bildschirm, das exemplarisch den Search Generative AI Performance Report zeigt. Die Grafik zeigt mehrere Begriffe wie "Mehr Transparenz", "Klicks? Queries?" und mehr.
  • Home
  • Blog
  • Search Generative AI Performance Reports: KI-Daten in der Search Console

Google macht die Performance in ihren KI-Features  erstmals auswertbar. Mit den neuen Search Generative AI Performance Reports in der Google Search Console erhalten Website-Betreiber einen eigenen Bericht für Sichtbarkeit in AI Overviews, AI Mode und weiteren generativen AI-Features.

Das ist ein wichtiger Schritt. Denn bislang wurden Daten aus klassischen Suchergebnissen und AI-Features in der Google Search Console weitgehend zusammengeführt. Wer wissen wollte, ob eine Website in AI Overviews sichtbar ist, musste mit externen Tools, manuellen SERP-Prüfungen oder indirekten Traffic-Analysen arbeiten.

Der neue Report ändert das…zumindest teilweise. Wir erklären, was sich genau geändert hat.

Diesen Inhalt mit KI-Tools zusammenfassen

ChatGPTPerplexityClaude

TL;DR

  • Neue Reports für generative AI-Features in der Google Suche, insbesondere AI Overviews und AI Mode. Zusätzlich gibt es auch einen entsprechenden Report für generative AI-Features in Discover.
  • Sichtbar wird, welche URLs einer Website in generativen AI-Features erschienen sind, wie viele Impressionen sie dort erzielt haben und wie sich diese Sichtbarkeit nach Ländern, Geräten und Zeiträumen entwickelt.
  • Das ist relevant, weil Online Marketer bisher nicht sauber unterscheiden konnten, ob Impressionen und Klicks aus klassischen Suchergebnissen oder aus AI-Features stammen.
  • Die Einschränkung: Der Report bleibt ausgerechnet an den entscheidenden Stellen zurück. Separate Klickdaten für AI Overviews und AI Mode werden nicht ausgewiesen. Auch eine Query-Dimension fehlt.
  • Trotzdem ermöglichen die Reports neue Sichtweisen und Analyseansätze.

Googles Ankündigung der AI Performance Reports am 03. Juni 2026

Google spendiert Marketern einen komplett neuen Datenbereich in der Google Search Console: den Search Generative AI Performance Report. Anstatt die Daten mühsam über Umwege anzunähern (wenn überhaupt), bricht Google die generative Suche nun als eigenständigen Leistungsbereich auf. Dabei handelt es sich nicht nur um einen zusätzlichen Filter im bekannten GSC-Leistungsreport, sondern um eine eigene Auswertung für Sichtbarkeit in generativen AI-Features.

Im Zentrum steht der neue Report für die Google Suche. Er zeigt Daten zu generativen Suchfunktionen wie AI Overviews und AI Mode. Ergänzend kündigt Google auch einen eigenen Report für generative AI-Features in Discover an. Wichtig ist: Die Daten aus generativen AI-Features bleiben laut Google weiterhin Bestandteil des allgemeinen Performance Reports. Zusätzlich gibt es nun aber eine separate Ansicht, die speziell diese AI-Sichtbarkeit ausweist.

Wichtig: Laut der offiziellen Ankündigung im Google Search Central Blog von Hillel Maoz und Moshe Samet erfolgt der Rollout nicht sofort für alle Properties. Google startet zunächst mit einer Teilmenge von Websites, um die Reports zu testen und Feedback einzusammeln. Es kann also sein, dass der neue Bericht in vielen Search-Console-Accounts noch nicht sichtbar ist. Auch in unseren Properties sehen wir ihn noch nicht.

Einen ersten Screenshot gibt es aus dem Ankündigungspost von Google:

Screenshot des Generative AI Features Performance Report der Google Search Console

Warum ist der neue Report in der Search Console so interessant?

Die neuen Search Generative AI Performance Reports sind insofern interessant, da die Performance in den AI-Features in der Google Search Console bisher nicht isoliert bewertbar war. AI Overviews wurden zwar in vielen Märkten immer sichtbarer, AI Mode wurde schrittweise ausgebaut, aber in der Search Console ließ sich diese Entwicklung kaum sauber isolieren. Daten aus klassischen organischen Suchergebnissen und AI-Features liefen weitgehend zusammen. Sprich: Wenn sich Impressionen, Klicks oder CTR veränderten, blieb häufig offen, inwiefern Änderungen in der klassischen Suche klassische Suchergebnisse, neue SERP-Features, AI Overviews oder AI Mode eine Rolle spielten:

  • Erzielt eine URL mehr Impressionen, weil sie in klassischen Suchergebnissen besser rankt? Oder
  • weil sie häufiger in AI Overviews erscheint?
  • Sinkt die CTR, weil Nutzerinnen und Nutzer ihre Antwort bereits in der AI Overview erhalten?
  • Tauchen Inhalte in AI Mode auf, obwohl sie in der klassischen Suche nicht auf den ersten Positionen stehen?

Die neuen Reports schaffen für solche Fragen erstmals eine eigene Datenebene. Wie gut diese ist, wird sich zeigen.

Die Kennzahlen der neuen Search Generative AI Reports

Der neue Report zeigt Performance-Daten für generative AI-Features in der Google Suche: die AI Overviews und der AI Mode. Inwiefern sich die Daten auf die einzelnen Modi herunterbrechen lassen, wird aus der Ankündigung noch nicht ersichtlich.

So oder so findest du eine dedizierte Ansicht, die dir eine saubere Trennung deiner KI-Sichtbarkeit ermöglicht. Google schlüsselt die Daten nach folgenden Dimensionen auf:

  • Impressionen: Das ist die Kernmetrik. Du siehst exakt, wie oft URLs deiner Website innerhalb von generativen KI-Features (wie den AI Overviews oder im dedizierten AI Mode) auf den Bildschirmen der Nutzer aufgetaucht sind.
  • Seiten (URLs): Welche deiner URLs erzielen Impressionen? Der Report zeigt dir die genauen URLs, die als Zitat oder Linkkarte ausgespielt wurden.
  • Länder & Geräte: Wie gewohnt lässt sich die Performance nach geografischer Herkunft und Endgeräten (Mobile vs. Desktop) filtern.
  • Datum (bis auf Stundenebene): Du kannst die Performance-Entwicklung im Zeitverlauf analysieren, heruntergebrochen bis auf die Stunde.

Aus unserer Sicht wichtig und richtig ist ein Reminder von Hanns Kronenberg in seinem LinkedIn-Post: Der Report sagt nichts darüber aus, ob und wie die Marke in einer Antwort genannt wird, sondern es geht nur um das Auftauchen als Quelle.

Die Daten klingen zunächst nach einer soliden Datenbasis, um die eigene Performance zu bewerten. Aber spätestens beim zweiten Blick wird deutlich, dass hier doch einiges fehlt.

Unvollständiges Bild: Warum fehlen Klicks und Queries?

Wer gehofft hat, endlich zu sehen, wie viele Nutzer tatsächlich über eine KI-Antwort auf der eigenen Website landen, wird bitter enttäuscht. Google verschweigt im neuen Report sowohl die Klickzahlen (Clicks) als auch die konkreten Suchanfragen (Queries).

Wie viele Klicks bringen mir die KI-Features in der Google-Suche?

Die wichtigste Lücke betrifft die Klicks. Google zeigt im neuen Report Sichtbarkeit in generativen AI-Features, aber offenbar keine separat auswertbaren Klickdaten. In Zeiten von KI-Sichtbarkeit sind Klicks zwar nicht mehr eine alles entscheidende KPI, trotzdem ist dieser Datenpunkt sehr wichtig. Auch Veränderungen der organischen CTR lassen sich so nur eingeschränkt interpretieren.

Das ganze Thema ist aber gerade im Hinblick auf die Aussagen von Google selbst auffällig. Erinnern wir uns an den Blogpost von Liz Reid aus dem August 2025:

  • „Overall, total organic click volume from Google Search to websites has been relatively stable year-over-year.“
  • „Average click quality has increased and we’re actually sending slightly more quality clicks to websites than a year ago.“
  • „With AI Overviews, people are searching more and asking new questions that are often longer and more complex.“
  • „In addition, with AI Overviews people are seeing more links on the page than before.“

Wenn diese Aussagen der Wahrheit entsprechen und KI-Features ein wahrer Traffic-Bringer für Webmaster sind – warum bekommen wir dann keine Daten dazu geliefert?

Wenn Google stolz auf den generierten Traffic wäre, wäre es ja kein Problem, die Klicks aus AIOs und dem AI Mode in der Search Console präsentieren. Dass sie es nicht tun, lässt nur einen Schluss zu: Die nackten Zahlen würden das genaue Gegenteil beweisen – genau das nämlich, was wir (und andere Marketer) in unserer Studie zu den AIO-Auswirkungen zeigen. AI Overviews sind darauf ausgelegt, die Suchintention direkt auf der SERP zu befriedigen (Zero-Click-Searches).

Welche Queries führen zu Sichtbarkeit in AIOs und AI Mode?

Ebenfalls bitter ist das Fehlen der Queries. In Zeiten von KI werden Suchanfragen immer länger, komplexer und dialogorientierter. Insofern ist die einzelne hyper-spezifische Query heute zwar nicht mehr so entscheidend.

Aber: Google hätte ohne Probleme eine grobe Clusterung nach Themen oder Intents liefern können. Das passiert im hauseigenen „Statistiken“-Report (Search Console Insights) bei den Query Groups ja bereits. Und auch der Bing AI Performance Report fährt diesen Ansatz, obwohl es ier ebenfalls keine Daten zu Klicks und sogar Impressionen gibt. 

Trotzdem: Dass wir nicht mal sehen dürfen, für welche Schwerpunkte auf einer Seite performen, macht eine gezielte Optimierung extrem schwer. Google sagt dazu nur vage, man wolle „weiterhin mit Webmastern prüfen, welche Insights am hilfreichsten sind“. Dazu denken wir uns mal unseren Teil.

Wie du den AI Report trotzdem clever nutzt

Auch wenn Google uns nur Teile liefert: Ein halbes Bild ist immer noch um Längen besser als die Black Box, die es vorher gab. Immerhin beantworten die Reports erstmals eine Frage, die bisher in der Search Console kaum sauber zu klären war: Wird unsere Website in Googles generativen AI-Features überhaupt sichtbar?

Mit den gelieferten Impressions- und URL-Daten lässt sich in der Praxis schon einiges anstellen. Hier sind drei Ansätze, wie du die Reports ab sofort einsetzt:

1. Die KI-Lieblinge identifizieren (Content-Audit)

Schau dir die Liste der URLs an, die die meisten Impressionen im neuen Report sammeln. Google hält diese Seiten für so präzise, strukturiert und vertrauenswürdig, dass die KI sie als Quelle nutzt.

Action Step 1: Clustere die Top-URLs. Welche Art von Content wird in generativen Suchfunktionen besonders häufig berücksichtigt? Sind es informationale Ratgeber, transaktionale Seiten oder Produktinformationen? Sprich, welche Art von Inhalt hält Google offenbar für geeignet, um generative Antworten zu stützen?

Action Step 2: Analysiere das Layout und den Schreibstil dieser Seiten. Nutzen sie klare Definitionen, Tabellen oder Bullet Points? Verwenden sie strukturierte Daten? Kopiere dieses Erfolgsmuster für andere wichtige Landingpages, um deren KI-Sichtbarkeit gezielt zu pushen.

2. AI-Impressions mit klassischer Search Performance vergleichen

Der zweite Schritt ist der Vergleich mit dem normalen Leistungsbericht der Search Console.

Action Step: Für jede AI-sichtbare URL sollte geprüft werden, wie sie in der klassischen Suche performt:

  • Wie viele organische Impressionen erzielt die URL insgesamt? Wie viele Klicks entstehen über die normale Suche?
  • Wie entwickelt sich die CTR?
  • Welche durchschnittliche Position hat die URL?
  • Welche Suchanfragen bringen bisher Sichtbarkeit und Traffic?

Auch wenn der neue Report keine separaten Klickdaten für AI Overviews und AI Mode liefert, kann dieser Vergleich wichtige Hinweise geben. Wenn eine URL im AI-Report stark sichtbar ist, im klassischen Leistungsbericht aber sinkende Klickzahlen oder eine fallende CTR zeigt, kann das ein Signal für verändertes Suchverhalten sein. Es beweist noch nicht, dass AI Overviews Klicks ersetzen. Aber es ist ein Muster, das genauer untersucht werden sollte.

Umgekehrt kann eine URL sowohl klassische Sichtbarkeit als auch AI-Impressions gewinnen. Dann spricht vieles dafür, dass sie für ein Thema besonders stark positioniert ist.

Der Mehrwert entsteht also nicht durch die isolierte Betrachtung des neuen Reports, sondern durch den Abgleich mit bestehenden Search-Console-Daten.

3. Den „Crawl & Cite“-Rhythmus verstehen

Dass Google die Daten bis auf die Stunde genau aufschlüsselt, ist kein sinnloses Spielzeug, sondern extrem wertvoll für News-Portale und dynamische Blogs.

Action Step: Wenn du aktuelle Inhalte veröffentlichst, kannst du nun fast in Echtzeit sehen, wie schnell die generative KI deine Updates erfasst, verarbeitet und in den AI Overviews zitiert. Das ist auch dann wichtig, wenn es Core Updates gibt oder du größere Änderungen an deinen Inhalten durchführst.

4. Anreicherung mit Query-Daten

Auch wenn der neue AI-Report selbst keine Query-Dimension bietet, können die Query-Daten aus dem normalen Leistungsbericht weiterhelfen.

Action Step: Für die AI-sichtbaren URLs sollte geprüft werden, über welche Suchanfragen sie bisher klassische Impressionen und Klicks erhalten. Diese Queries können anschließend ebenfalls thematisch gruppiert werden.

So entsteht eine indirekte Verbindung zwischen:

  • AI-sichtbaren URLs
  • klassischen Suchanfragen
  • Themenclustern
  • Suchintentionen
  • bestehender organischer Performance

Das ist nicht dasselbe wie echte Query-Daten für AI Overviews oder AI Mode. Aber es ist aktuell einer der sinnvollsten Wege, um aus dem neuen Report operative Erkenntnisse abzuleiten.

Besonders hilfreich ist der Vergleich auf Clusterebene. Statt einzelne Queries zu überbewerten, sollte geprüft werden, ob bestimmte Themenbereiche sowohl klassische Nachfrage als auch AI-Sichtbarkeit erzeugen.

Fazit: Ein erster Schritt aus der Blackbox. Nicht mehr, aber auch nicht weniger

Die neuen Search Generative AI Performance Reports sind Fluch und Segen zugleich. Google macht damit erstmals sichtbar, welche Inhalte einer Website in AI Overviews, AI Mode und weiteren generativen Suchfunktionen erscheinen.

Gleichzeitig beweist das Vorenthalten von Klicks und Suchanfragen, dass der Suchmaschinen-Riese nach wie vor Angst vor der eigenen Courage hat und die Auswirkungen der AI Overviews auf den organischen Traffic lieber im Unklaren lässt. 

Trotzdem: Ein paar Daten sind besser als gar keine. Nutze den neuen Report, um Unterschiede zur organischen Performance und andere Details aufzudecken.

Aber auch für Content-Websites ist der Ansatz interessant. Ein Blog, ein Ratgeber- oder Magazinbereich oder ein Knowledge Hub könnte Agenten strukturierte Funktionen anbieten. Folgende Beispiele:

David Erdmann
Senior SEO & GEO Consultant

David startete 2016 als Trainee bei SMART LEMON. Gestartet mit einem redaktionellen Hintergrund, ist er mittlerweile Senior SEO & GEO Manager und bespielt alle Bereiche der Suchmaschinenoptimierung: von Technik über Content bis Strategie.

menu-2